CRV-Darma endet mit Liquidierung

Nachdem im letzten Jahr noch die Liquidierung seiner Positionen im letzten Moment verhindert werden konnte, war es am Donnerstag für Michael Egorov dann soweit.

Willkommen bei Blockstories, eurer fünfminütigen Morgengymnastik für Körper, Geist und Wallet.

Ankündigung: Nächsten Dienstag wird es ausnahmsweise keinen Newsletter geben, da unser voller Fokus auf unserer Konferenz liegt, die an diesem Tag stattfinden wird. Wir melden uns am Freitag wieder. 🙂

Unsere Themen heute:

  • Gensler kündigt ETH-ETF Genehmigung für Sommer an

  • 📉 CRV-Drama endet mit Liquidierung

  • 🇺🇸 Trump wirbt für Bitcoin “made in the USA”

  • 📊 ZKsync gibt Airdrop bekannt

Steady Lads. Nach einem Jo-Jo-Mittwoch, an dem die Aktien- und Kryptomärkte zunächst aufgrund leicht niedrigerer Inflationsdaten als erwartet stiegen und am Abend nach dem jüngsten Zinsentscheid der Fed wieder fielen, befindet sich der Kryptomarkt nun im Sinkflug.

Es ist nicht die Tatsache, dass die US-Leitzinsen vorerst unverändert bleiben, die die Stimmung drückt, sondern der falkenhafte Ausblick des Fed-Komitees. Während zuletzt noch zwei bis drei Zinskürzungen bis Jahresende erwartet wurden, wird nun nur noch eine Zinskürzung vorausgesagt. Nichts hebt die Kryptomärkte mehr als hohe Zuflüsse an frischer Liquidität, doch nun scheint es, als würden die Schleusen länger verschlossen bleiben.

Es half auch nicht, dass SEC-Vorsitzender Gary Gensler gestern in einer Anhörung vor dem US-Senat ankündigte, dass die Genehmigung der S1-Statements der Ether-ETFs im Laufe des Sommers erfolgen wird. It’s the (macro) economy, stupid.

CRV-Drama endet mit Liquidierung

Diese Liquidierung hatte sich angebahnt. Gestern Vormittag wurden CRV-Positionen von Michael Egorov, dem Gründer der dezentralen Kryptobörse Curve, im Wert von 140 Millionen USD bei mehreren DeFi-Lending-Protokollen liquidiert. Daraufhin verlor CRV, der native Governance-Token von Curve, etwa 20 % seines Wertes.

In einem Tweet auf X erklärte Egorov, dass seine Position zu groß war, als dass der Markt sie in Gänze absorbieren konnte. Dadurch hätte das Lending-Protokoll Llamalend rund zehn Millionen USD an “Bad Debt” angehäuft, wovon Egorov nach eigener Aussage rund 93 % bereits zurückgezahlt haben soll.

Damit endet ein Drama mit mehreren Akten, das den breiten DeFi-Markt mehrfach belastet und erhebliche Mängel im Risikomanagement mehrerer großer Lending-Protokolle offengelegt hatte.

Throwback: Millionenkredite für Villa-Kauf

Das Problem begann 2023, als Michael Egorov Stablecoin-Kredite im Wert von etwa 100 Millionen USD auf verschiedenen Plattformen aufnahm, darunter allein 63 Millionen USD auf dem führenden Lending-Protokoll Aave. Als Sicherheit dienten seine eigenen CRV-Positionen, die zwischenzeitlich fast 50 % des zirkulierenden Angebots ausmachten.

Dieses Klumpenrisiko fiel Egorov und den involvierten Lending-Protokollen das erste Mal im Juli 2023 auf die Füße, als der CRV-Token nach einem Hacker-Angriff auf das Curve-Protokoll stark an Wert verlor und Egorov an den Rand der Liquidierung seiner Positionen brachte.

Weil jedoch allein mehr als 40 Millionen USD seiner Kredite in den Kauf eines Anwesens in Australien flossen, konnte die Liquidierung seiner Kredite und eine damit verbundene Destabilisierung des DeFi-Bereichs damals nur durch eine Reihe an Private Sales Egorovs mit illustren Marktteilnehmern wie Justin Sun abgewendet werden.

Robustere Systeme und Cashout Ärger

Die endgültige Liquidierung der Egorov-Positionen verursacht abgesehen von den Besitzern des CRV-Tokens und den Kapitalgebern auf Llamalend keinen größeren Schaden - vor allem nicht für Egorov selbst, der seine Curve-Anteile dank 100 Millionen USD an Kreditmitteln, die nun nicht mehr zurückgezahlt werden müssen, veredeln konnte.

Lending-Protokolle wie Aave reagierten bereits im vergangenen Spätsommer auf ihr Versagen im Risikomanagement und führten robustere Standards für die Kreditbesicherung ein.

TOKENFUTURE2024: Last Call

Nach monatelangen Vorbereitungen findet am Dienstag endlich die TOKENFUTURE statt!

Wer noch kein Ticket hat, aber einen Tag lang tief in die Schnittstelle aus “Tokenization & Capital Markets” eintauchen möchte, kann sich gerne noch Last Minute auf unserer Seite registrieren.

Wir freuen uns auf euch!

ZKsync verkündet Airdrop

Das Warten hat ein Ende. Am Dienstag gab das Team hinter der Ethereum Layer-2 ZKsync alle wichtigen Details zu ihrem nativen $ZK-Token sowie dem in der nächsten Woche bevorstehenden Airdrop bekannt.

Im Gegensatz zu optimistischen Rollups wie Arbitrum, Base und Optimism handelt es sich bei ZKsync um einen Zero-Knowledge Rollup.

  • Während optimistische Rollups auf eine Challenge-Periode zur Verifizierung von Transaktionen setzen, die Nutzer beim Transfer zurück auf das Ethereum Mainnet im Schnitt sieben Tage kosten, arbeiten zk-Rollups mit kryptografischen Beweisen zur sofortigen Verifizierung.

  • Diese Beweise, auch Validity-Proofs genannt, haben zudem den Vorteil, dass Ethereum als Layer-1 im Gegensatz zu optimistischen Rollups nicht alle Transaktionsdaten empfangen muss, sondern der mathematische Beweis allein zur Verifizierung ausreicht.

Ähnlich wie andere Layer-2 Ökosysteme hat ZKSync ein Tech-Stack entwickelt, mit dem Entwickler ihre eigenen Rollups aufsetzen können. In Zukunft soll daraus ein Netzwerk aus interoperablen Layer-2-Blockchains entstehen, das gemeinsam die Skalierungsherausforderungen von Blockchains lösen soll.

Nach Daten der Analyseplattform growthepie verzeichnete ZKsync zuletzt rund 200.000 täglich aktive Wallets und belegt damit den dritten Platz unter den Layer-2-Plattformen, hinter Arbitrum (820.000) und Base (450.000).

Nun soll mit der Einführung des Tokens nicht nur ein Teil der Kontrolle über das Protokoll in die Hände der Community übertragen, sondern auch das Wachstum des Ökosystems angekurbelt werden.

  • Dafür werden künftig knapp 49% des gesamten Angebots von $ZK mithilfe verschiedener Belohnungsprogramme an Protokolle und Nutzer verteilt.

  • Hinzu kommt der langersehnte Airdrop, bei dem kommende Woche 17% aller $ZK-Token an rund 695.000 Wallets ausgeschüttet werden. Ob ihr euch qualifiziert habt, könnt ihr hier prüfen.

  • Laut aktuellen Preisen auf der Futures-Plattform Aevo, werden somit knapp 1,25 Mrd. USD in den Kryptomarkt gespült.

Inwiefern diese Anreizprogramme auch schon eine Rolle gespielt hat, zwei bekannte Teams von ZKsync zu überzeugen, ist nicht bekannt.

  • Beispielsweise hat das Team hinter den Pudgy Penguins den Launch ihres Videospiels auf ZKsync verkündet.

  • Monate später folgte das Social Media Protokoll Lens, das die Entwicklung eines eigenen Netzwerks basierend auf ZKsyncs Technologie ankündigte.

Zoom out: Mit einem Airdrop-Anteil von 17,5 % und einem Vesting-Plan, der einen Token-Unlock für Team und Investoren über vier Jahre vorsieht, ist der Airdrop von ZKsync einer der nutzerfreundlichsten seit langem.

Layer3 | 15 Mio. USD | Series A : Plattform, die anderen Protokollen mithilfe von Gamifizierung dabei hilft, ihre Token an aktive Nutzer zu verteilen.

Nuffle Labs | 13 Mio. USD | Unbekannt : Entwickler eines Data Availability sowie eines sogenannten Fast Finality Layers, die auf dem NEAR Protocol basieren.

Symbiotic | 5,8 Mio. USD | Seed : Restaking-Protokoll.

Pixelverse | 5,5 Mio. USD | Seed : Telegram-basiertes Tap-to-Earn Spiel.

Kima Network | 5 Mio. USD | Pre-Seed : Payment-Protokoll, das die traditionelle und die dezentrale Finanzwelt miteinander verbinden möchte.

Irys | 3,7 Mio. USD | Strategic : Provenance-Layer, über den die Herkunft sämtlicher Daten verifiziert werden soll.

Julius Nagel ist General Partner von w3.wave, dem neuen Krypto-Investmentfonds vom Berliner Wagniskapitalgeber w3.fund, der sich ausschließlich auf Investments in liquide Tokens fokussiert.

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