zkWASM, zkSharding, zkKraken

Plus: BlackRock beantragt Ether-Spot-ETF ++ Deutsche Börse stellt Digital Asset Strategie vor ++ Binance launcht eigenes Wallet ++ HSBC wird Verwahrung anbieten

Willkommen bei Blockstories, dem Newsletter für Co(i)nnaisseure und die, die es noch werden wollen.

Unsere Themen heute:

  • 🔱 Ethereum: Ethereums ereignisreiche Woche

  • 📊 Chart: CoW Protokoll: Die Rückkehr der Tauschwirtschaft

  • 📈 NFT-Markt: Wieder zum Leben erwacht

  1. BlackRock: Der Asset-Manager hat über die Technologiebörse Nasdaq Unterlagen für einen Ether-Spot-ETF eingereicht.🪨

  2. Blockpit: Der österreichische Anbieter für Krypto-Steuersoftware hat die Übernahme seines Wettbewerbers Accointing verkündet.💰️

  3. Binance: Die Kryptobörse hat ihre eigene Wallet vorgestellt. Sie basiert auf der Multi-Party Computation (MPC) Technologie, dank derer Nutzer sich u.a. keine Seed Phrases mehr merken müssen.👛

  4. Tokenisierung: Die Bank HSBC plant ab 2024 die Verwahrung digitaler Vermögenswerte anzubieten.🏦

  5. Deutschland: Die Deutsche Börse AG hat ihre neue Strategie "Horizon 2026" vorgestellt. Ein zentraler Bestandteil ist der Auf- und Ausbau von Plattformen für den Handel von digitalen Assets.🇩🇪

Ethereums ereignisreiche Woche

Zuletzt schien es, als würde Solana Ethereum etwas die Show stehlen.

In den letzten Tagen schlug das Imperium zurück.

Abgesehen von der Euphorie um BlackRocks gestrigen ETF-Antrag waren es vor allem drei Nachrichten, die Ethereum wieder in den Fokus des Geschehens rückten.

#1 Kraken plant eigene Layer-2 Blockchain

In aller Kürze: Die US-Kryptobörse Kraken soll einem Bericht von Coindesk zufolge über den Launch eines eigenen Ethereum Layer-2 Netzwerks nachdenken. Als Umsetzungspartner sollen Polygon, Matter Labs (zkSync) und die Nil Foundation infrage kommen.

Warum das wichtig ist: Kraken wäre nach Coinbase und Binance die dritte große Börse mit einer eigenen Blockchain. Wie lukrativ der Betrieb eines eigenen Sequencers potenziell sein kann, hat Base in den ersten drei Monaten mit einem Gewinn in Höhe von 5,4 Mio. $ bereits andeuten können.

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#2 NEAR und Polygon arbeiten an zkWASM

In aller Kürze: Polygon Labs und die Entwickler der NEAR Blockchain arbeiten zusammen, um einen Zero Knowledge Prover für WASM Blockchains zu entwickeln.

Buzzword-Bingo 💡

WASM: Abkürzung für WebAssembly - eine Ausführungsumgebung, mit der Smart Contracts in Programmiersprachen wie Rust und C++ geschrieben werden können.
Zero Knowledge Prover: Ein Verfahren, mit dem Validatoren einfacher die Richtigkeit von Blockchain-Transaktionen nachweisen können.

Warum das wichtig ist:

  1. Interoperabilität: Nach Launch können Nutzer nahezu risikofrei zwischen WASM Blockchains - also u.a. NEAR - und Ethereum bridgen.

  2. Flexibilität für Entwickler: Entwickler sind nicht auf Solidity angewiesen, sondern können Smart Contracts in weiteren Programmiersprachen für Ethereum schreiben.

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#3 nil; Foundation stellt zkSharding vor

In aller Kürze: Die nil; Foundation hat mit =nil die erste Ethereum Layer-2 vorgestellt, die auf Sharding zurückgreift. Darunter versteht man einen Skalierungsansatz, der die Blockchain in mehrere Segmente unterteilt, sodass Transaktionen parallel verarbeitet werden können.

Sharding veranschaulicht

Warum das wichtig ist: Laut Aussagen der nil; Foundation sollen Rollups mittels zkSharding bis zu 60.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten können.

Indem Transaktionen parallel ausgeführt werden können, sollen Entwickler außerdem nicht mehr gezwungen sein, ein eigenes Rollup launchen zu müssen, um nicht von anderen Apps beeinträchtigt zu werden. Dadurch soll Liquidität konzentriert bleiben und nicht über mehrere Chains hinweg fragmentiert werden.

Ob die Lösung hält, was sie verspricht, soll in ein paar Monaten bewiesen werden.

Zoom out

Hut ab gegenüber denjenigen, die bis hierhin durchgehalten haben.

Die Quintessenz lautet: Wir gehen in eine Phase über, in der die einzelnen Blockchain-Designs sich zunehmend miteinander verzahnen, Layer-2s für große Plattformen zum Geschäftsmodell werden und der durchschnittliche Nutzer den Wald nicht mehr vor lauter Bäumen sehen kann.

Stackr Labs | 5,5 Mio. $ | Seed : Entwickler eines Developer-Toolkits, welches es Entwicklern ermöglichen soll, Web3-Apps in der Form von Micro-Rollups (MRUs) in einer beliebigen Programmiersprache aufzusetzen.

Pimlico | 4,2 Mio. $ | Seed : Web3-Infrastrukturentwickler, der es Wallet-Entwicklern leicht machen möchte, Account Abstraction Funktionalitäten zu implementieren.

Definitive | 4,1 Mio. $ | Seed : Plattform, welche den Zugang zu DeFi für institutionelle Investoren vereinfachen möchte.

Due | 3,3 Mio. $ | Seed : Zahlungsplattform, die traditionelle Zahlungsnetzwerke (wie z.B SEPA) mit Blockchains verbindet.

21bitcoin | 2,1 Mio. $ | Seed : Bitcoin-only Plattform aus Österreich, über die Nutzer einfach und sicher in Bitcoin investieren können.

CoW Protocol: Die Rückkehr der Tauschwirtschaft

Im Laufe der vergangenen sieben Tage hat der Preis von $COW, dem Token hinter dem CoW Protocol, um satte 170 % zugelegt. Auslöser der Rallye war ein Vorschlag des Entwicklerteams, künftig Gebühren für die Nutzung des Protokolls einzuführen und die Gewinne der DAO zuzuführen.

Das CoW Protocol ist ein sog. “Meta DEX Aggregator”, der Nutzern über die verschiedenen dezentralen Börsen und DEX Aggregatoren hinweg den besten Preis für ihren Trade finden will.

  • Dafür setzt das Protokoll unter anderem auf das ökonomische Phänomen des "Coincidence of Wants" - der Situation, bei der zwei Parteien ein direktes Tauschgeschäft miteinander durchführen, weil sie das jeweilige Gut ihres Gegenübers erwerben möchten.

Zu diesem Zweck verfassen Nutzer auf CoW Swap, dem Interface zum Protokoll, sog. “Intents” (zu Deutsch: Handelsabsichten) und schicken diese an ein offchain Orderbuch.

Darin geben sie an, welchen Token sie zu welchem Preis…

  • zum Handel anbieten und

  • im Gegenzug erhalten möchten.

Bots konkurrieren anschließend um $COW-Belohnungen, in dem sie versuchen, möglichst viele dieser Tauschgeschäfte zu arrangieren.

Die Nutzer profitieren von deutlich besseren Preisen, weil…

  • für den direkten Austausch der Assets über das Orderbuch (noch) keine Gebühren anfallen und

  • das Orderbuch die Nutzer vor Sandwich-Attacken und anderen Formen von MEV schützt.

Innovating: Gestern gab das Protokoll ein neues Feature bekannt, mit dem Intents zukünftig noch flexibler gestaltet werden können. So sollen Nutzer bspw. automatische Stop-Loss- oder Dollar-Cost-Averaging-Funktionalitäten programmieren können - ohne dass bei Ausführung des Trades jedes Mal aufs Neue eine Transaktion signiert werden muss.

Zoom out: CoW Swap zählt zu den innovativsten DeFi-Protokollen am Markt. Mit der Debatte, Gebühren einzuführen, reihen sie sich in eine Gruppe von DAOs ein, in der die Idee trotz anhaltender regulatorischer Unsicherheit zunehmend Befürworter findet.

NFT-Markt wieder zum Leben erwacht

Nachdem der gesamte NFT-Markt sich von März an in einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung befand, hat in den letzten 30 Tagen eine Trendumkehr stattgefunden.

Dafür könnte es mehrere Gründe geben:

  • Die Flut hebt alle Boote: Mit den steigenden Kursen der Kryptowerte steigt auch das verfügbare Vermögen und der Risikoappetit.

  • Blur: Am 20. November endet die zweite Saison von Blurs Airdrop-Programm. Bis dahin heißt es “Endspurt und Tokens farmen”.

  • Shopping Tour: Wylie Aronow (a.k.a Gordon Goner), Mitgründer von Yuga Labs, hat in den letzten Tagen NFTs im Gesamtwert von fast 2 Mio. $ erworben und damit die Moral vieler NFT-Trader deutlich gesteigert.

Zoom out: Mit einem wöchentlichen Handelsvolumen von zuletzt 100 Mio. $ notiert der NFT-Markt nach wie vor weit unter dem Allzeithoch und selbst 550 Mio. $ unter dem Jahreshöchstwert aus dem Februar. Trotzdem beweisen einige PFP-Kollektionen “staying power”.

Für zusätzlichen Optimismus sorgte gestern außerdem Roblox CEO David Baszucki, der in einem Interview die Integration von NFTs in Aussicht stellte.

  • 📝 Wallet Wars: Keine Kategorie ist innerhalb von Krypto so umkämpft wie der Wallet-Markt. Über 350 verschiedene Anbieter zählt diese Kategorie. Dieser Blogpost beleuchtet, mit welchen Strategien sich die einzelnen Anbieter untereinander differenzieren können.

  • 🎧 Rückkehr des Bullenmarktes: Profi-Trader Avi Felman (GoldenTree) und Jonah Van Bourg (Cumberland) diskutieren die aktuelle Verfassung des Marktes (Spoiler: “bullish”).

  • 🎧 Placeholder VC: Chris Burniske, Partner @ Placeholder VC, erklärt, wie sich ihre Investment Thesis im Laufe der Jahre verändert hat - von Bitcoin über Ethereum zu Solana - und wie der Fonds über zentrale Fragen wie Growth vs. Value und Liquiditätsmanagement nachdenkt.

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